Drohnen für Anfänger

Der komplette Einsteiger-Guide 2026. Alles was du wissen musst, bevor du deine erste Drohne kaufst.

Anfänger-Tipps: So gelingt der Einstieg

Der Einstieg in die Welt der Drohnen war noch nie so einfach. Moderne Drohnen fliegen praktisch von selbst - aber ein paar Dinge solltest du trotzdem beachten.

Starte mit einer Drohne unter 250g

Drohnen unter 250g sind der perfekte Einstieg. Du brauchst keinen teuren Führerschein, die Regulierungen sind lockerer, und moderne Mini-Drohnen wie die DJI Mini 4 Pro bieten Kameraqualität, die noch vor wenigen Jahren undenkbar war.

Budget realistisch planen

Plane mindestens 200-500 Euro für eine vernünftige Einsteigerdrohne ein. Unter 200 Euro bekommst du nur Spielzeugdrohnen ohne GPS und brauchbare Kamera. Die DJI Neo (199 Euro) ist die günstigste echte Kameradrohne. Für 500-800 Euro bekommst du bereits herausragende Qualität.

Hinderniserkennung ist Gold wert

Gerade als Anfänger wirst du Fehler machen - das ist normal. Eine Drohne mit Hinderniserkennung kann teure Crashs verhindern. Die DJI Mini 4 Pro ist die günstigste Mini-Drohne mit omnidirektionaler Hinderniserkennung.

Übe erst in offenem Gelände

Bevor du in der Nähe von Gebäuden, Bäumen oder Menschen fliegst, übe auf einer großen freien Wiese. Lerne die Steuerung, GPS-Modi und Return-to-Home-Funktion in sicherer Umgebung kennen. Fliege die ersten 3-5 Akkuladungen nur in offenem Gelände.

Registrierung und Versicherung nicht vergessen

Auch als Anfänger brauchst du: 1) Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung (Pflicht in DE, ca. 30-70 Euro/Jahr), 2) Eine Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA), 3) Den EU-Kompetenznachweis A1/A3 (kostenloser Online-Test). Das klingt viel, ist aber in 1-2 Stunden erledigt.

Fly More Combo lohnt sich meistens

Die meisten Hersteller bieten Fly More Combos mit extra Akkus, Tragetasche und Zubehör an. Da ein einzelner Akku nur 18-45 Minuten Flugzeit bietet, lohnen sich die zusätzlichen Akkus fast immer. Du sparst gegenüber dem Einzelkauf oft 50-100 Euro.

Die DJI Fly App vorab installieren

Installiere die DJI Fly App (oder Autel Sky App) bereits vor dem ersten Flug auf deinem Smartphone. Erstelle ein Konto, schau dir die Tutorial-Videos in der App an und mache dich mit der Benutzeroberfläche vertraut. So verlierst du am Flugtag keine wertvolle Akku-Zeit mit Setup.

Firmware-Update vor dem ersten Flug

Neue Drohnen haben fast immer ein Firmware-Update ausstehend. Dieses Update kann 10-20 Minuten dauern und benötigt eine stabile Internetverbindung. Mache das Update zuhause, nicht am Flugort. Erst nach dem Update sind alle Features und Sicherheitsfunktionen verfügbar.

Return-to-Home richtig einstellen

Die RTH-Höhe ist die Höhe, auf die deine Drohne steigt, bevor sie automatisch zum Startpunkt zurückfliegt. Stelle sie auf 30-50 Meter ein - höher als das höchste Hindernis in deiner Umgebung. Prüfe vor jedem Flug, dass der Homepoint korrekt gesetzt ist (GPS-Symbol in der App).

Lerne die Notfall-Funktionen kennen

Bevor du in die Luft gehst, lerne die wichtigsten Notfall-Funktionen: 1) Return-to-Home-Taste am Controller (eine Taste, Drohne kommt zurück), 2) Notbremse/Emergency Stop (beide Sticks nach innen), 3) Akku-Notlandung (automatisch bei kritischem Akkustand). Diese Funktionen können deine Drohne retten.

Wetter-Check ist Pflicht

Fliege als Anfänger nur bei gutem Wetter: Windstärke unter 15 km/h, kein Regen, gute Sicht. Nutze die UAV Forecast App oder die DFS DrohnenApp, um Wetter und Flugbeschränkungen vor dem Flug zu prüfen. Meide Windstärken über Beaufort 4 (20 km/h) als Einsteiger.

Akkus richtig pflegen von Anfang an

Lagere Akkus bei 40-60% Ladung, nie komplett voll oder leer. Lade sie nicht sofort nach dem Flug (erst 15-20 Minuten abkühlen lassen). Lagere sie bei Zimmertemperatur, nicht im Auto oder Keller. DJI-Akkus entladen sich nach 10 Tagen automatisch auf Lagerungsspannung.

Beste Anfänger-Drohnen

Diese Drohnen empfehlen wir für den Einstieg

Empfehlung
#1
DJI Mini 4 Pro

DJI

DJI Mini 4 Pro

799

4.8

Die beste Mini-Drohne unter 250g mit professioneller Kameraqualität. Perfekt für Reisen und Alltagsfotografie.

34 Min. Flugzeit
20 km Reichweite
249g Gewicht
Hinderniserkennung
Kamera: 4K/60fps, 48MP, 1/1.3" CMOS
#2
DJI Mini 3

DJI

DJI Mini 3

489

4.4

Günstiger Einstieg in die DJI-Welt mit solider Kamera und unter 250g. Perfekt für Anfänger mit kleinerem Budget.

38 Min. Flugzeit
10 km Reichweite
248g Gewicht
Kamera: 4K/30fps, 12MP, 1/1.3" CMOS
#3
DJI Neo

DJI

DJI Neo

199

4.2

Die kleinste und günstigste DJI-Drohne. Startet direkt aus der Hand und macht tolle Selfie-Videos.

18 Min. Flugzeit
6 km Reichweite
135g Gewicht
Kamera: 4K/30fps, 12MP, 1/2" CMOS
Empfehlung
#4
DJI Flip

DJI

DJI Flip

439

4.5

Der Nachfolger der Mini SE mit Propellerschutz und erstklassiger Kamera. Ideal für Vlogger und Content Creator.

31 Min. Flugzeit
13 km Reichweite
249g Gewicht
Hinderniserkennung
Kamera: 4K/60fps, 48MP, 1/1.3" CMOS
#5
Potensic ATOM SE

Potensic

Potensic ATOM SE

239

4

Budget-Drohne mit GPS und 4K-Kamera für unter 250 Euro. Solider Einstieg ohne großen finanziellen Einsatz.

31 Min. Flugzeit
4 km Reichweite
249g Gewicht
Kamera: 4K/30fps, 12MP, 1/3" CMOS, EIS

Dein erster Drohnenflug: Schritt für Schritt

Vom Auspacken bis zum ersten Foto in der Luft - so machst du alles richtig.

1

Zuhause vorbereiten (1-2 Stunden)

Lade alle Akkus vollständig auf (Drohne + Controller). Installiere die DJI Fly App und erstelle ein Konto. Verbinde Controller und Drohne per Kabel. Führe das Firmware-Update durch (stabile WLAN-Verbindung nötig). Setze eine formatierte microSD-Karte ein (min. 64 GB, U3/V30).

2

Flugort wählen

Finde eine große, freie Wiese ohne Bäume, Strommasten oder Gebäude im Umkreis von 50 Metern. Prüfe in der DFS DrohnenApp, dass der Standort keine Flugbeschränkung hat. Ideal: Sportplatz, offenes Feld, Parkplatz ohne Verkehr. Meide Wohngebiete, Flughäfen und Naturschutzgebiete.

3

Pre-Flight Check (5 Minuten)

Propeller auf festen Sitz und Beschädigungen prüfen. Gimbal-Abdeckung entfernen. Drohne auf einer ebenen Fläche aufstellen (Landing Pad empfohlen). Controller und Drohne einschalten. Warten, bis GPS-Signal stabil ist (min. 12 Satelliten). RTH-Höhe auf 30-50m einstellen. Kompass kalibrieren, wenn die App es fordert.

4

Abheben und erste Manöver

Starte über den Auto-Start-Button in der App oder beide Sticks nach innen-unten drücken. Lass die Drohne erstmal auf 2-3 Meter schweben und beobachte ihre Stabilität. Übe dann langsame Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen. Drehe die Drohne mit dem Gier-Stick (links). Steige auf 10-20 Meter und genieße den Blick.

5

Sicher landen

Bringe die Drohne langsam zurück über die Startposition. Senke sie auf 1-2 Meter Höhe. Entweder präzise Landung per Stick (langsam Gas runter) oder Auto-Landing-Button nutzen. Lande bei 25-30% Restkapazität - gehe nie unter 15%. Nach der Landung erst die Drohne ausschalten, dann den Controller.

Detaillierte Anleitung mit Bildern und Notfallverfahren findest du in unserem ausführlichen Guide:

Kompletter Erstflug-Guide →

Die 5 häufigsten Anfänger-Fehler

Diese Fehler machen fast alle Einsteiger. Wenn du sie kennst, kannst du sie vermeiden - und deine Drohne bleibt heil.

1

Zu viel auf einmal wollen

Der häufigste Fehler: Beim ersten Flug gleich in den Wald fliegen, durch Lücken manövrieren oder in der Stadt fliegen wollen. Die Drohne wird dabei zu einem teuren Wurfobjekt.

So vermeidest du es:

Die ersten 5 Flüge nur auf einer offenen Wiese. Erst wenn du die Steuerung im Schlaf beherrschst, wage dich an komplexere Umgebungen.

2

Keine Versicherung abgeschlossen

Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Ohne Versicherung riskierst du ein Bußgeld und haftest im Schadensfall persönlich - Schäden an Personen oder Gebäuden können schnell fünfstellig werden.

So vermeidest du es:

Schließe VOR dem ersten Flug eine Drohnen-Haftpflicht ab (ca. 30-70 Euro/Jahr). Prüfe, ob deine Privathaftpflicht Drohnen bereits abdeckt.

3

Akkustand ignorieren

Die Drohne zeigt 30% Akku, du bist 500 Meter entfernt und willst "nur noch einen Shot" machen. Dann fängt die Drohne an, automatisch zu landen - mitten auf einem See oder in einem Baum. Passiert öfter als du denkst.

So vermeidest du es:

Drehe bei 30% Restkapazität sofort um. Bei Wind oder großer Entfernung sogar bei 40%. Die Faustregel: 1/3 Hinflug, 1/3 Rückflug, 1/3 Reserve.

4

Fliegen bei starkem Wind

Mini-Drohnen unter 250g sind leicht und windempfindlich. Ab 25-30 km/h hat die DJI Mini 4 Pro Probleme, ihre Position zu halten. Gefährlich wird es, wenn der Wind stärker ist als die Maximalgeschwindigkeit der Drohne - dann kommt sie nicht mehr zurück.

So vermeidest du es:

Prüfe Wind mit der UAV Forecast App. Fliege als Anfänger nur bei unter 15 km/h. In 50-100m Höhe ist der Wind oft stärker als am Boden.

5

In Flugverbotszonen fliegen

Viele Anfänger fliegen ahnungslos in Flugverbotszonen - nahe Flughäfen, über Wohngebieten, in Naturschutzgebieten oder über Menschenansammlungen. DJI-Drohnen haben GeoFencing und starten in manchen Zonen gar nicht erst - aber nicht alle Zonen sind erfasst.

So vermeidest du es:

Installiere die DFS DrohnenApp (Deutsche Flugsicherung). Prüfe JEDEN Flugort vorab. Im Zweifelsfall nicht fliegen. Bei gewerblicher Nutzung zusätzlich behördliche Genehmigungen einholen.

Welche Drohne passt zu mir? - Entscheidungshilfe

Dein Budget bestimmt, welche Drohne für dich die richtige ist. Hier unsere konkreten Empfehlungen für jede Preisklasse.

Unter 250 Euro Einstieg mit kleinem Budget

DJI Neo - 199 Euro

Die günstigste echte DJI-Drohne. Wiegt nur 135g, startet aus der Hand und macht automatische Selfie-Videos mit AI-QuickShots. Kein Controller nötig - Steuerung per Gesten oder Smartphone. 4K-Video, 12MP Fotos. Perfekt zum Ausprobieren, ob das Drohnen-Hobby etwas für dich ist.

Einschränkungen: Kurze Flugzeit (18 Min.), keine Hinderniserkennung, kleiner 1/2-Zoll-Sensor, begrenzte Reichweite. Für mehr als Selfies und kurze Clips brauchst du etwas Besseres.

Potensic ATOM SE - 239 Euro

Budget-Alternative mit GPS, faltbarem Design und 4K-Video. Unter 250g, 31 Minuten Flugzeit, Return-to-Home-Funktion. Für das Geld bekommst du eine funktionale Drohne mit den wichtigsten Features.

Einschränkungen: Kleiner 1/3-Zoll-Sensor, keine Hinderniserkennung, nur EIS (elektronische Stabilisierung), eingeschränkte App. Kein RAW-Foto.

400-550 Euro Sweet Spot für Einsteiger

DJI Flip - 439 Euro

Die neueste Einsteiger-Drohne von DJI mit einzigartigem Propellerschutz. Unter 250g, 48MP Kamera mit 1/1.3-Zoll-Sensor, 4K/60fps. AI-Tracking für automatische Verfolgung. Das flip-bare Design mit integrierten Propellerschützern macht sie ideal für Nahaufnahmen und Innen-Nutzung.

Ideal für: Vlogger, Content Creator, Solo-Reisende. Die sicherste Mini-Drohne dank Propellerschutz.

DJI Mini 3 - 489 Euro

Bewährter Klassiker mit 38 Minuten Flugzeit (die längste in der Mini-Klasse). Unter 250g, gute 4K/30fps-Kamera mit 1/1.3-Zoll-Sensor, 12MP. Vertikaler Aufnahmemodus für Social Media. Solide Verarbeitung und zuverlässig.

Einschränkung: Keine Hinderniserkennung. Wenn du sichere Hinderniserkennung brauchst, ist die Mini 4 Pro die bessere Wahl.

650-800 Euro Premium-Einstieg ohne Kompromisse

DJI Mini 4 Pro - 799 Euro (Unsere Empfehlung)

Die beste Drohne für Anfänger, Punkt. Unter 250g mit omnidirektionaler Hinderniserkennung (in alle Richtungen!), 48MP Kamera, 4K/60fps, ActiveTrack 360 Grad, 34 Minuten Flugzeit, O4-Videoübertragung bis 20km. Sie hat alles, was ein Anfänger braucht, und wächst mit deinen Fähigkeiten mit.

Pro-Tipp: Die Fly More Combo (ca. 999 Euro) mit 3 Akkus, Ladering und Tragetasche lohnt sich fast immer.

Autel EVO Nano+ - 649 Euro

Die beste DJI-Alternative unter 250g. Einzigartiger 50MP RYYB-Sensor (wie bei Huawei-Handys) für hervorragende Aufnahmen bei wenig Licht. Hinderniserkennung vorne/hinten/unten, 28 Minuten Flugzeit. Die bessere Wahl, wenn du bei Dämmerung und schlechtem Licht fotografieren willst.

Einschränkung: Nur 4K/30fps (kein 60fps), kleineres Zubehör-Ökosystem, weniger intelligente Flugmodi als DJI.

Über 1000 Euro Für ambitionierte Einsteiger mit Wachstumspotenzial

DJI Air 3 - 1.099 Euro

Wenn du weißt, dass Drohnen dein Hobby werden und du nicht in ein paar Monaten aufrüsten willst, ist die Air 3 der klügste Kauf. Dual-Kamera (Weitwinkel + 3x Tele), 46 Minuten Flugzeit, omnidirektionale Hinderniserkennung, 4K/100fps. Sie übertrifft die Mini 4 Pro in jedem Bereich - kostet aber auch mehr und wiegt über 250g (Führerschein nötig).

Für wen: Ambitionierte Anfänger, die direkt in hochwertiges Equipment investieren wollen und keinen Zwischenschritt über eine günstigere Drohne nehmen möchten.

Checkliste vor dem ersten Kauf

Hake diese Punkte ab, bevor du deine erste Drohne bestellst - damit am Flugtag alles reibungslos läuft.

Vor dem Kauf

Budget festlegen (inkl. Zubehör)

Drohne + Versicherung + SD-Karte + ggf. Fly More Combo einplanen

Einsatzzweck klären

Reise? Social Media? Fotografie? Sport? Davon hängt die beste Drohne ab.

Gewichtsklasse entscheiden

Unter 250g = weniger Bürokratie. Über 250g = bessere Leistung, mehr Regulierungen.

Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen

Pflicht in Deutschland. Ca. 30-70 Euro/Jahr. Vorher prüfen, ob deine Privathaftpflicht Drohnen abdeckt.

Beim LBA registrieren

Online-Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt. Du bekommst eine eID-Nummer, die auf die Drohne muss.

EU-Kompetenznachweis A1/A3 ablegen

Kostenloser Online-Test beim LBA. Ca. 30-45 Minuten. Auch für Drohnen unter 250g empfohlen.

Vor dem ersten Flug

DJI Fly App installieren & Konto erstellen

App herunterladen, Konto erstellen, Tutorial-Videos ansehen.

Alle Akkus vollständig laden

Drohne, Controller und ggf. Smartphone. Plane 60-90 Minuten ein.

Firmware-Update durchführen

Zuhause über WLAN, nicht am Flugort. Kann 10-20 Minuten dauern.

microSD-Karte einsetzen

Min. 64 GB, U3/V30 Speed Class. In der Drohne formatieren.

Flugort finden & prüfen

Offene Wiese, keine Flugbeschränkungen (DFS DrohnenApp), kein Wind über 15 km/h.

Wetter prüfen

Kein Regen, Wind unter 15 km/h, Temperatur 10-35 Grad, gute Sicht.

Von Anfänger zum Fortgeschrittenen

Dein Lernpfad mit konkreten Meilensteinen. So entwickelst du dich Schritt für Schritt vom Einsteiger zum erfahrenen Drohnenpiloten.

Phase 1

Grundlagen (Woche 1-2)

Lernziele

  • Sicheres Starten und Landen
  • Grundsteuerung: Vorwärts, rückwärts, seitwärts, drehen
  • Höhe halten und sanfte Manöver
  • Return-to-Home-Funktion nutzen
  • Akkustand im Blick behalten

Übungen

  • Starten, 2m schweben, landen (10x wiederholen)
  • Viereck fliegen: 4 Punkte abfliegen und zurückkehren
  • Kreise fliegen in 10m Höhe
  • Notfall-Simulation: RTH-Taste drücken
  • Insgesamt: 5-8 Flüge, ca. 2-3 Stunden Flugzeit
Phase 2

Kameratechnik (Woche 3-4)

Lernziele

  • Foto- und Video-Modi verstehen
  • Gimbal-Steuerung: Kamera neigen während des Flugs
  • Belichtung manuell anpassen (ISO, Shutter)
  • QuickShots und intelligente Modi nutzen
  • Erste brauchbare Fotos und Videos erstellen

Übungen

  • Reveal-Shot: Von unten nach oben schwenken
  • Tracking-Shot: Einem Objekt folgen (Auto, Person)
  • Panorama-Fotos in verschiedenen Modi
  • Video in Normalem Modus vs. D-Cinelike vergleichen
  • Insgesamt: 8-12 Flüge, ca. 4-6 Stunden Flugzeit
Phase 3

Fortgeschrittene Techniken (Monat 2-3)

Lernziele

  • Fliegen bei mäßigem Wind (15-25 km/h)
  • Komplexe Umgebungen: Bäume, Gebäude, Brücken
  • ActiveTrack und Waypoint-Missionen
  • Hyperlapse und Zeitraffer erstellen
  • ND-Filter und die 180-Grad-Regel anwenden

Übungen

  • Orbit-Shot um ein Gebäude oder Objekt
  • Fly-Through: Durch eine Lücke fliegen (mit Hinderniserkennung!)
  • Golden-Hour-Session: Perfekte Lichtverhältnisse nutzen
  • Erste Waypoint-Mission planen und abfliegen
  • Insgesamt: 15-25 Flüge, ca. 8-15 Stunden Flugzeit
Phase 4

Profi-Level (ab Monat 4)

Lernziele

  • Manueller Kameramodus (komplett manuell fliegen)
  • Cinematische Flugtechniken (Dolly Zoom, Parallax)
  • Professionelle Nachbearbeitung (DaVinci Resolve, Lightroom)
  • Gewerbliche Nutzung und Genehmigungen
  • Spezial-Szenarien: Nachtflug, Winterflug, Küstenflug

Nächste Schritte

  • EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 erwerben
  • Portfolio mit besten Aufnahmen erstellen
  • Eventuell auf größere Drohne upgraden
  • Community beitreten und von anderen lernen
  • Insgesamt: 50+ Flüge, 25+ Stunden Flugzeit

Was du NICHT kaufen solltest

Erspare dir die Enttäuschung und spare dein Geld für etwas Vernünftiges. Diese Drohnen-Kategorien solltest du als Anfänger meiden.

Billige Amazon-Drohnen unter 100 Euro

Namen wie "SYMA", "Holy Stone", "Snaptain" oder "DEERC" - diese Drohnen kosten 30-100 Euro und versprechen "4K-Kamera" und "GPS". Die Realität: Keine echte GPS-Stabilisierung, grottige Bildqualität, extrem windempfindlich, kurze Flugzeit (5-10 Min.), kein Ersatzteil-Support.

Problem: Du wirst frustriert sein, das Hobby aufgeben und am Ende mehr Geld ausgegeben haben, als wenn du direkt eine DJI Neo oder Flip gekauft hättest.

Spielzeug-Drohnen für "Erwachsene"

Drohnen ohne GPS, ohne Gimbal und mit reiner WLAN-Verbindung zum Smartphone. Sie driften bei jedem Windhauch weg, die Kamera wackelt unkontrolliert und die Reichweite beträgt 30-50 Meter. Keine Return-to-Home-Funktion - wenn die Verbindung abreißt, fliegt die Drohne unkontrolliert davon.

Problem: Kein GPS = kein automatisches Halten der Position. Du musst permanent gegensteuern, was extrem stressig ist und keinen Spaß macht.

Zu teure Profi-Drohnen

Als Anfänger brauchst du keine DJI Mavic 3 Pro für 2.200 Euro oder eine Inspire 3 für 16.000 Euro. Diese Drohnen haben Features, die du als Einsteiger nicht nutzen wirst (ProRes, 8K, Wechselobjektive). Und ein Crash mit einer 2.000-Euro-Drohne tut deutlich mehr weh als mit einer 450-Euro-Drohne.

Problem: Du zahlst für Features, die du erst in 6-12 Monaten brauchst. Starte mit einer Mini 4 Pro oder Flip und upgrade später, wenn du weißt, was du wirklich brauchst.

Unsere Faustregel

Kaufe keine Drohne unter 200 Euro (außer DJI Neo) und keine über 1.000 Euro als Anfänger. Der Sweet Spot liegt bei 400-800 Euro. In diesem Preisbereich bekommst du echte GPS-Stabilisierung, brauchbare bis hervorragende Kameraqualität und die wichtigsten Sicherheitsfunktionen. Die DJI Mini 4 Pro (799 Euro) ist das beste Gesamtpaket, die DJI Flip (439 Euro) das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kosten im ersten Jahr - realistisch kalkuliert

Die Drohne selbst ist nur der Anfang. Hier siehst du, welche Kosten im ersten Jahr tatsächlich auf dich zukommen.

Budget-Variante

Mit DJI Flip

DJI Flip (Standard) 439 Euro
Haftpflichtversicherung (1 Jahr) 35 Euro
microSD-Karte (128 GB, V30) 18 Euro
EU-Kompetenznachweis A1/A3 0 Euro
LBA-Registrierung 0 Euro
Ersatz-Propeller 10 Euro
Landing Pad 12 Euro
Gesamt ca. 514 Euro

Empfohlene Variante

Mit DJI Mini 4 Pro Fly More Combo

DJI Mini 4 Pro Fly More Combo 999 Euro
DJI Care Refresh (1 Jahr) 79 Euro
Haftpflichtversicherung (1 Jahr) 50 Euro
microSD-Karte (256 GB, V30) 28 Euro
ND-Filter Set (Freewell) 65 Euro
Ersatz-Propeller (2 Sets) 14 Euro
Landing Pad 15 Euro
EU-Kompetenznachweis + Registrierung 0 Euro
Gesamt ca. 1.250 Euro

Was kostet DJI Care Refresh?

DJI Care Refresh ist eine Zusatzgarantie, die Unfallschäden abdeckt. Du bekommst 1-2 Ersatzdrohnen pro Jahr gegen eine geringe Selbstbeteiligung (50-70 Euro). Besonders für Anfänger empfehlenswert, da ein Crash in den ersten Wochen nicht unwahrscheinlich ist.

Kosten: Ca. 49-99 Euro pro Jahr, je nach Drohnenmodell. Für die Mini 4 Pro ca. 79 Euro/Jahr. Muss innerhalb von 48 Stunden nach der Aktivierung der Drohne abgeschlossen werden.

FAQ: Drohnen für Anfänger